Hauswirtschaft | DAS MODELLPROJEKT
140
page,page-id-140,page-template,page-template-full_width,page-template-full_width-php,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-10.0,wpb-js-composer js-comp-ver-4.12,vc_responsive
 

DAS MODELLPROJEKT

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 ist in Berlin das Landeskonzept zur Berufs- und Studienorientierung mit der qualifizierten Vierstufigkeit eingeführt. In diesen Rahmen ist das Modellprojekt „Hauswirtschaft … immer wieder neu!“ eingebettet. Es wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit, und Soziales durchgeführt. Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin ist ein moderner, vielseitiger, zukunftssicherer Beruf für Menschen, die gerne mit Menschen arbeiten und sie in ihrem Alltag mit professionellen Dienstleistungen unterstützen.

ZIELE

Das Modellprojekt soll:

geeignete Schülerinnen und Schüler für eine Hauswirtschafts-Ausbildung gewinnen

Betriebe motivieren, qualifizierte Praktikumsplätze anzubieten und auch Ausbildungsplätze anzubieten

die richtigen Auszubildenden mit den richtigen Betrieben zusammenbringen

das Berufsfeld Hauswirtschaft als Chance für Menschen mit Behinderungen bekannt machen

NETZWERK

Um diese Ziele zu erreichen, werden alle Beteiligten an der Berufsorientierung und an der Ausbildung einbezogen:

Schüler_innen

Geeignete und interessierte Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse können in Betrieben aus erster Hand erleben, was der Beruf Hauswirtschaft zu bieten hat. So können sie herausfinden, ob er ihren Interessen, Stärken und Fähigkeiten entspricht. Dies geschieht zum Beispiel auf Betriebserkundungstagen, in einem Schnupperpraktikum, einem Betriebspraktikum oder einem vertieften Betriebspraktikum. Die Erfahrungen werden dabei von Schuljahr zu Schuljahr vertieft. Ist die Entscheidung für eine Hauswirtschafts-Ausbildung gefallen, unterstützen wir Jugendliche und Betriebe dabei, einen Berufsausbildungsvertrag abzuschließen.

 

Schülerinnen und Schüler der Willkommensklassen werden mit Hauswirtschaft in Berührung gebracht. Praktische Tätigkeiten in der Hauswirtschaft werden als Gegenstand der Sprachförderung genutzt.

Eltern

Die Eltern werden in ihrer Rolle als Beraterinnen und Berater ihrer Kinder unterstützt. Sie werden über den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin sowie über seine Chancen und Perspektiven informiert.

Lehrkräfte

Lehrerinnen und Lehrer informieren, motivieren und begleiten die Schülerinnen und Schüler. Dafür versorgen wir sie mit Materialien für den Unterricht und unterstützen sie bei der praktischen Berufsorientierung sowie der Arbeit mit den Eltern. Viele Themen aus der Hauswirtschaft eignen sich als Projekte oder Inhalte für den Unterricht im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT). Dazu werden im Modellprojekt Materialien entwickelt.

Betriebe

Wir bauen ein Netzwerk von Betrieben auf, bereiten sie darauf vor, den Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in den Beruf zu ermöglichen, und unterstützen sie zum Beispiel mit eigens entwickelten Materialien. Die Betriebskontakte werden von Klassenstufe zu Klassenstufe intensiver. So werden den Schüler_innen immer tiefere Einblicke in die Arbeitswelt vermittelt.

Weitere Partner

Das Modellprojekt wird von erfahrenen Expertinnen und Experten beraten und begleitet. Dabei stehen wir in engem Kontakt mit der Industrie- und Handelskammer. Dadurch ist die ständige Verbesserung der Projektidee und der Umsetzung gewährleistet.

DER WEG IN DIE SCHULEN

Das Modellprojekt lebt davon, dass die Schulen das Angebot annehmen und praktisch ausprobieren. Die Schulen werden sowohl über telefonische Akquise als auch über persönliche Kontakte und Empfehlungen angesprochen. Aus diesen Kontakten heraus wird zunächst ein kleiner Kreis von Modellschulen in das Projekt eingebunden. Diese Schulen werden über einen Newsletter informiert und zu Veranstaltungen eingeladen, bei denen die didaktischen Materialien für die Lehrer vorgestellt werden. Nach der Auswertung der ersten Erfahrungen wird die Information über das Projekt über den Newsletter von Partner Schule und Wirtschaft (PSW) breit gestreut. Die Einladung zu einer Informationsveranstaltung für Lehrkräfte ist der Start in die nächste Projektphase. Das Modellprojekt „Hauswirtschaft … immer wieder neu!“ wird so in der Projektlaufzeit immer mehr Schulen umfassen und nach und nach auch Angebote für alle Jahrgangsstufen der Integrierten Sekundarschulen entwickeln.

DER WEG IN DIE BETRIEBE

Berufsorientierung ist nur sinnvoll, wenn sie die Schülerinnen und Schüler auch aus der Schule herausführt und sie in Kontakt mit der Wirtschaft und interessanten Betrieben bringt. Die Erfahrung, einer Arbeit nachzugehen, ist etwas völlig anderes als der Schulalltag. Für das Modellprojekt wird deshalb ein Netzwerk von Betrieben aufgebaut. Die Betriebe werden persönlich, telefonisch und über einen Newsletter angesprochen. Nach einer Kick-off-Veranstaltung werden sich die Betriebe, die gern aktiv im Netzwerk mitarbeiten möchten, an der Weiterentwicklung von Materialien beteiligen können. Das Netzwerk ist auf Wachstum angelegt. In dem Maße, in dem mehr Schulen an unserem Modellprojekt teilnehmen, werden auch mehr Betriebe in das Netzwerk eingebunden, die Praktikumsplätze oder Ausbildungsplätze anbieten. Weitere Informationen zur Rolle der Betriebe finden Sie hier.

FACHLICHE BEGLEITUNG

Im Modellprojekt „Hauswirtschaft … immer wieder neu!“ legen wir großen Wert auf die Qualitätsentwicklung durch den fachlichen Austausch mit Expertinnen und Experten aus Praxis, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft:

Beirat

Der Beirat begleitet das Modellprojekt über den gesamten Verlauf und wird besonders zu Beginn jeder Projektphase tätig. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen, der Beruflichen Schulen, der IHK Berlin, der Gewerkschaften, der Verbundberatung für die duale Berufsausbildung, der Elternvertretungen und der Schulaufsicht an.

Expertinnen- und Expertenrat

Der Experten- und Expertinnenrat bietet die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Workshops des Expertenrats dienen der fachlichen Diskussion der Projektergebnisse. Sie werden jährlich durchgeführt. Zu den Workshops des Expert- und Expertinnenrates wird eine breite Fachöffentlichkeit eingeladen.

Fachpartnerinnen und -partner

Unser Netzwerk umfasst viele unterschiedliche Partnerinnen und Partner im Feld der Berufsorientierung, der Ausbildung und der Hauswirtschaft. Gespräche und Austausch organisieren wir unabhängig vom Beirat und dem Expertinnen- und Expertenrat auch spontan und im kleinen Rahmen. Verbunden sind wir bereits mit Fachpartnerinnen und -partnern aus folgenden Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen: SPI-Consult, Industrie- und Handelskammer Berlin IHK, Verbundberatung, Partner Schule-Wirtschaft (PSW), Hauswirtschaftliche Verbände (dgh e.V. und Berufsverband Hauswirtschaft). An Kontakten zu weiteren Expertinnen und Experten, die wir noch nicht persönlich kennen, sind wir sehr interessiert. Nehmen Sie über die angegebenen Adressen Kontakt zu uns auf.

Newsletter

In unserem Newsletter informieren wir unsere Zielgruppen, Fachpartnerinnen und -partner sowie Interessierte aus der weiteren (Fach-)Öffentlichkeit über alle wichtigen Ereignisse im Modellprojekt, durchgeführte Aktionen, geplante Veranstaltungen und vieles mehr.