Hauswirtschaft | Dein Weg zum Beruf & deine Karrieremöglichkeiten
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DEINE AUSBILDUNG

 

Hauswirtschafterin/ Hauswirtschafter ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. In allen Bundesländern wird nach den gleichen Regeln ausgebildet und geprüft. Der Berufsabschluss wird überall in Deutschland anerkannt. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der praktische Teil findet in einem oder mehreren Betrieben statt, der theoretische Teil in der Berufsschule.

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Voraussetzungen

Hauswirtschaft ist ein guter Beruf, wenn man gerne mit Menschen arbeitet und gut planen und organisieren kann. Wichtig sind solide Grundkenntnisse in Deutsch und Mathematik, außerdem Einsatzbereitschaft, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit.

Duale Ausbildung: Betrieb plus Berufsschule

Duale Ausbildung bedeutet Lernen an zwei Orten. Die praktische Ausbildung findet in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb statt, die Theorie wird in der Berufsschule vermittelt.
Praktische Ausbildung

Für die praktische Ausbildung kommen zum Beispiel folgende Betriebe in Frage:
•  Kindertagesstätten
•  Senioreneinrichtungen
•  Kliniken und Kurheime
•  Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen
•  Tagungshäuser, Hotels & Co.


Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung erfolgt an 1,5 Tagen in der Woche in der Berufsschule. In Berlin ist das die Emil-Fischer-Schule in Wittenau. In den Schulferien findet kein Unterricht statt, aber die praktische Ausbildung läuft weiter. Urlaub kann man in den Schulferien nehmen.

Ausbildungsverordnung

In der staatlich festgelegten Ausbildungsverordnung steht, was ein Hauswirtschafter oder eine Hauswirtschafterin während der Ausbildung lernen soll. Dazu gehören zum Beispiel:
Grundlagen

Die Auszubildenden lernen, wie der Ausbildungsbetrieb funktioniert und welche Rolle die Hauswirtschaft darin spielt. Außerdem erwerben sie Kenntnisse in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialversicherungen, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie Hygiene und Umweltschutz.

Arbeitsorganisation

Hier erfahren die Jugendlichen, wie der Betrieb mit Kund_innen, Lieferant_innen und weiteren Organisationen im Austausch steht. Die Ansprüche der Kund_innen an die Qualität der hauswirtschaftlichen Leistungen müssen berücksichtigt werden.

Umgang mit Maschinen und Geräten

Versorgung von Menschen

Themen sind hier zum Beispiel die Ernährung, Servieren von Speisen und Getränken und die Hygiene, aber auch, wie man das Umfeld gestaltet und in Ordnung hält oder den Einkauf und die Vorratshaltung organisiert. Die Ernährung ist ein besonders wichtiges Thema. Dazu gehören Kenntnisse über Lebensmittel, ihre Inhaltsstoffe und ihre Zubereitung, spezielle Ernährung für Kinder, Senior_innen, Allergiker_innen, Diabetiker_innen oder Vegetarier_innen.

Betreuung von Menschen

Hierzu gehören zum Beispiel Kenntnisse über Gesprächsführung, über Beschäftigungsangebote und darüber, wie man unterschiedliche Menschen im alltäglichen Leben unterstützt und ihnen dabei hilft, selbstständig zu sein.

Jeder Ausbildungsbetrieb hat seine Besonderheiten (siehe Arbeitsplätze). In einer Kindertagesstätte zum Beispiel muss man viel über Kinderernährung wissen, in einem Hotel sind Kenntnisse über Buchungssysteme gefragt. Aber überall lernen die Auszubildenden, wie man Preise berechnet, Angebote vermarktet und Rechnungen erstellt.

Betrieblicher Ausbildungsplan

Der Ausbildungsbetrieb erstellt einen Plan, wann und in welcher Reihenfolge die Auszubildenden die Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die in der Ausbildungsverordnung genannt sind. Jeder Betrieb kann zusätzliche Schwerpunkte anbieten, wenn sie für den Betriebsablauf wichtig sind.

Nachweise und Prüfungen
Ausbildungsnachweis

Auszubildende müssen nachweisen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt und gearbeitet haben. Deshalb werden alle Tätigkeiten in einem Berichtsheft festgehalten. Dieses Heft muss regelmäßig von der Ausbilderin oder dem Ausbilder kontrolliert und unterschrieben werden und wird bei der Zwischenprüfung dem Prüfungsausschuss vorgelegt.

Zwischenprüfung

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Zwischenprüfung statt. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil und ist eine Voraussetzung, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden.

Die Abschlussprüfung

Die Prüfung zum Abschluss der Ausbildung findet ebenfalls bei der IHK statt: die schriftliche Prüfung an zwei Tagen, die praktische Prüfung an einem Tag. Die erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung bietet gute Perspektiven für das weitere Berufsleben.

Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft

 

Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft ist ein Beruf nach § 66 des Berufsbildungsgesetzes. Das bedeutet, dieser Beruf orientiert sich an der Ausbildungsverordnung zum Hauswirtschafter/zur Hauswirtschafterin, ist aber in seinem Theorieanteil reduziert. Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft arbeiten unter Anleitung und können nur in begrenztem Umfang eigenständig in ihrem Arbeitsbereich planen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet überwiegend in außerbetrieblichen Maßnahmen statt. Die Zwischenprüfung bei der IHK findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Nach der Zwischenprüfung haben die Auszubildenden die Wahl, ob sie im Schwerpunkt in der Küche, in der Reinigung, in der Textilpflege oder in der Betreuung eingesetzt werden. Die Abschlussprüfung findet am Ende des dritten Ausbildungsjahres ebenfalls bei der IHK statt. Hauswirtschaftshelfer_innen haben die Möglichkeit, bei guten Leistungen die Ausbildung zum Hauswirtschafter/zur Hauswirtschafterin anzuschließen.

DEINE KARRIERE

 

 

Schon in der Ausbildung zum Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter kann man etwas für eine erfolgreiche Zukunft tun. Nach dem Abschluss gibt es viele Möglichkeiten, sich fort- und weiterzubilden und fit zu werden für die Dienstleistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts:

Schulabschlüsse nachholen

Bei guten Noten und ausreichenden Fremdsprachenkenntnissen kann man mit dem Berufsabschluss den mittleren Schulabschluss erwerben.

Link: Berufsschulverordnung

Zusatzqualifikationen erwerben

Manche Betriebe bieten schon in der Ausbildung Zusatzqualifikationen an, mit denen man später noch bessere Einsatzmöglichkeiten hat. Beispiele sind ein Pflegebasiskurs, ein Kassenschein für Registrierkassen oder Sprachkurse.

Fortbildungen nutzen

Für Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter mit einem Abschluss gibt es Fortbildungen zu vielen Themen rund um Hygiene, Umgang mit Warenwirtschaftssystemen, Reinigungsmanagement oder Qualitätsmanagement.

Links:

Berufsverband Hauswirtschaft

Berufsverband hauswirtschaftlicher Berufe

Klöber Kassel

Fernlehrgang in der Hauswirtschaft

Weiterbildung für hauswirtschaftliche Fachkräfte

Sich weiterbilden

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter mit einigen Jahren Berufserfahrung können sich zum Beispiel

zur Meisterin/zum Meister der Hauswirtschaft

zur Betriebswirtin/zum Betriebwirt für Ernährungs- und Verpflegungsmanagement

weiterbilden. Mit der Meisterprüfung oder dem Fachschulabschluss kann man anschließend an einer Hochschule studieren.

Studieren

 

ANSPRECHPARTNER

 

 

Bei Fragen rund um die Ausbildung wendest du dich einfach an den Ausbildungsberater der IHK:

truglia

Andreas Truglia

IHK Berlin

Aus- und Weiterbildungsberater
Hauswirtschaft, Hotellerie, Gastronomie und lebensmitteltechnische Berufe
Fasanenstraße 85

10623 Berlin

Tel.: 030/31510472

E-Mail: Andreas.Truglia@berlin.ihk.de