Hauswirtschaft | Fachpraktiker/in Hauswirtschaft ersetzt Hauswirtschaftshelfer/in
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Fachpraktiker/in Hauswirtschaft ersetzt Hauswirtschaftshelfer/in

Eine Informationsveranstaltung zur neuen Ausbildungsregelung über die Berufsausbildung zum Fachpraktiker Hauswirtschaft/zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft fand in der IHK Berlin am 1.7.2016 statt.

Berlin engagiert sich für die Weiterentwicklung der hauswirtschaftlichen Berufe. Nicht alle Baustellen können gleichzeitig bearbeitet werden. Nun hat Berlin als letztes Bundesland auch die Empfehlung des BIBB zur Ausbildungsregelung für den Fachpraktiker/die Fachpraktikerin Hauswirtschaft umgesetzt. Der Beschluss des Berufsbildungsausschusses der IHK Berlin vom 2. März 2016 wird den Ausbilderinnen und Ausbildern vorgestellt. Damit ist auch der Weg frei für die Einrichtung eines überregionalen Aufgabenerstellungsausschusses für Zwischen- und Abschlussprüfungen für Fachpraktiker Hauswirtschaft/Fachpraktikerinnen Hauswirtschaft.

Die neue Ausbildungsregelung über die Berufsausbildung zum Fachpraktiker Hauswirtschaft/zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft

Die neue Ausbildungsregelung wird den anwesenden Ausbilderinnen und Ausbildern von Ildikó Gebauer, der zuständigen Sachbearbeiterin für die Prüfungsorganisation in Team 3 Gastgewerbe, Lebensmittelindustrie, unterstützt von Andreas Truglia, dem zuständigen Ausbildungsberater, vorgestellt.

Ein Vergleich alt neben neu ermöglicht es, die Unterschiede schnell zu erkennen. Den Anwesenden wird somit klar, dass trotz ähnlicher Inhalte durch eine moderne Terminologie eine Aufwertung des Berufs angestrebt wird. In einigen Paragrafen der Ausbildungsregelung stecken Änderungen, die auch ein Umdenken in der Ausbildungs- und Prüfungspraxis erfordern.

Neue Struktur der Berufsausbildung zum Fachpraktiker/zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft

 Eine wesentliche Änderung, die der beruflichen Handlungsfähigkeit zugute kommen wird, ist die Vorgabe, mindestens 24 Wochen außerhalb einer Ausbildungseinrichtung in einem oder mehreren Ausbildungsbetrieben zu lernen und zu arbeiten. Diese 24 Wochen (gleich 120 Tage) können über die drei Ausbildungsjahre verteilt werden. Sie müssen mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung nachgewiesen werden.

Neuerungen im Ausbildungsrahmenplan und Ausbildungsberufsbild

Der Ausbildungsrahmenplan für die Fachpraktiker Hauswirtschaft/Fachpraktikerinnen Hauswirtschaft lehnt sich sehr viel stärker als die Regelung für Hauswirtschaftshelfer/Hauswirtschaftshelferinnen an die Ausbildungsverordnung für Hauswirtschafter/Hauswirtschafterinnen an. Eine Spezialisierung auf einen Schwerpunkt wird es in Zukunft nicht mehr geben. Alle müssen die Bandbreite hauswirtschaftlicher Dienstleistungen erbringen können. Das bedeutet für die Ausbildungsbetriebe eine neue Herausforderung. Statt Schwerpunkten wird es demnächst Einsatzbereiche geben.

Neue Ziele der Berufsausbildung zur Fachpraktiker/zur Fachpraktiker Hauswirtschaft

Durch die Veränderungen in der Gliederung der Berufsbildung werden auch die zukünftigen Prüfungsaufgaben in der Abschlussprüfung breiter gefächert sein. Alle hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbereiche können abgeprüft werden.

Neu ist auch eine veränderte Gewichtung zwischen Theorie und Praxis. Bei einer theoriereduzierten Ausbildung macht es Sinn, dass die Praxis für die Abschlussnote mehr zählt als die Theorie.

Fachpraktiker/ Fachpraktikerinnen Hauswirtschaft sollen zukünftig nicht nur unter Aufsicht arbeiten, sondern ihre überschaubaren Arbeitsabläufe selbstständig planen, durchführen und kontrollieren können. Das ist aus Sicht der Ausbilderinnen und Ausbilder eine hohe Erwartung. Aber gerade diese Fertigkeit wird den Weg zu einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit eröffnen. Aus einfachem Nachmachen soll begründetes Tun werden. Begründungen für bestimmte Herangehensweisen können dann auch von den Azubis im situativen Fachgespräch während der Prüfung erklärt werden.

Ohne Ängste in die neue Ausbildungsregelung einsteigen

Erklärtes Ziel von Ildikó Gebauer und Andreas Truglia ist es, die Ängste und Vorbehalte der Ausbilderinnen und Ausbilder für die zukünftigen Fachpraktiker Hauswirtschaft /Fachpraktikerinnen Hauswirtschaft ernst zu nehmen und im Gespräch zu klären. Die im Voraus eingesandten Fragen werden gut sichtbar an einer Metaplanwand aufgehängt und abgearbeitet. Jede Frage ist zulässig, jede Frage wird beantwortet. Mut macht auch der Austausch untereinander, über Möglichkeiten des Umgangs mit den neuen Anforderungen. Auch hier wird es ein „Learning by doing“ geben. Ab September 2016 werden alle neuen Azubis mit Reha-Status nach der neuen Ausbildungsregelung ausgebildet. Für die jetzigen ist eine Übergangszeit vorgesehen. Also, nur Mut und einfach anfangen.

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